
Liebe Freundinnen und Freunde des AWO Kreisverbandes Koblenz-Stadt,
seit über 8 Jahren bin ich nun die Kreisvorsitzende der AWO Koblenz-Stadt. In dieser Zeit hat es viele Veränderungen gegeben, sowohl innerhalb unseres Verbandes als auch auf politischer Ebene.
Zusammen mit Harald Gittler und Waltraud Marquet bilde ich den geschäftsführenden Vorstand des AWO Kreisverbandes Koblenz-Stadt e. V.
Es findet ein erkennbarer Umbau unseres Sozialstaates statt. Wo es bisher umfangreiche Hilfestellungen für Menschen in Notlagen gab, gilt es nun die Menschen auf schnellem Wege zu befähigen für eine eigene Lebensführung zu sorgen. Es gibt nur noch eine minimale Grundversorgung. Wir können in der Öffentlichkeit an vielen Stellen feststellen, dass Tafeln, Suppenküchen, Kleiderkammern immer mehr Zulauf erhalten, denn die Armut der Ärmsten wird größer.
Wir haben einen Kooperationsvertrag mit der Bewährungshilfe geschlossen, um unsere gebrauchten Möbel in einem größeren Rahmen an die Menschen, die sich nicht ständig etwas Neues leisten können, zu verkaufen. Wir können eine gute Resonaz feststellen.
Wir haben unseren Garten/- und Landschaftsbau ausgebaut, nicht nur für ALg II-Empfäger, sondern haben auch ein Integrationsprojekt erhalten, um Behinderten einen Arbeitsplatz mit sinnvoller Beschäftigung zu geben. Hierfür haben wir eine gemeinnützige GmbH gegründet.
Am Anfang meiner Tätigkeit haben wir einem neuen AWO Betreuungsverein unsere Räume in der Mayener Straße vermietet. Heute werden sie uns verlassen, da der Bedarf an Betreuung so stark gestiegen ist, dass die Räumlichkeiten zu klein für den Personalbestand dieses Betreuungsvereins geworden sind.
Unser Übernachtungsheim "erfeut" sich über eine gute Belegung. Leider ist festzustellen, dass die Bewohner und Bewohnerinnen dort immer jünger werden. Es gibt kaum noch Wohnungslose, wie man sie von früher kennt: alte Menschen, die die Lebensgrundlage verloren haben. Es sind so viele junge Leute, für die dort ein dringender Handlungsbedarf besteht.
Wir haben uns vergrößert und viele neue Aufgaben übernommen. Eines unserer letzten Projekte, die "Blaue Hand", befindet sich noch im Aufbau. "Glück teilen" heißt das Motto. Wir erhoffen uns von Menschen, denen es einfach besser im Leben geht, dass sie bereit sind, etwas abzugeben.
An dieser Stelle möchte ich mich bei meinem Vorstand, bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch bei allen Ortsvereinsvorsitzenden herzlich bedanken. Sie leisten alle eine gute soziale Arbeit. Sie sind auch unser Aushängeschild. Dies kann man hier auf unserer Internetseite auch nachlesen.
Ich wünsche Ihnen / Euch allen viel Kraft für die weitere Arbeit.
Ihre
Christiane Heinrich-LotzKreisvorsitzende